Unsere Stillgewässer – Rückzugsorte für Mensch und Tier
Die Stillgewässer der SAV Bredstedt bilden ein vielfältiges und ökologisch wertvolles Netzwerk in der nordfriesischen Landschaft. Ob die strukturreichen Dörpumer Mergelkuhlen, der zentral gelegene Bredstedter Mühlenteich oder die ruhig eingebetteten Gewässer in Kolkerheide, Langenhorn und die Große Wehle – jedes dieser Gewässer besitzt seinen eigenen Charakter und trägt zur biologischen Vielfalt der Region bei. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und sind zugleich wichtige Orte für Naherholung und Naturerlebnis. Gemeinsam spiegeln sie die enge Verbindung zwischen Mensch, Wasser und Landschaft wider, die für die Region rund um Bredstedt prägend ist.

Dörpumer Mergelkuhlen
Entstanden sind die Kuhlen durch den Abbau des Düngers „Mergel“, daher auch der Name. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden hier riesige Mengen des Kunstdüngers abgebaut und im gesamten Umland verkauft. Mergel ist ein Gemisch aus Kalk, Sand und Ton. Als die Bedeutung in den 30er Jahren nachließ, entstanden die beiden Angelparadiese. Außerdem ist an den Dörpumer Mergelkuhlen der Standort unseres Vereinsheims.

Kolkerheide
Das Gewässer in Kolkerheide entstand im Jahr 1983 im Zuge des beginnenden Kiesabbaus in diesem Gebiet. Durch den fortschreitenden Abbau bildeten sich bereits 1993 drei Kuhlen, die sich nach und nach mit Wasser füllten und das heutige Erscheinungsbild des Gewässers prägen.

Langenhorn
Das Gewässer Langenhorn entstand aus einem ehemaligen Sand- und Kiesabbau. Der Fischbestand ist vielfältig und reicht von Aal über verschiedene Weißfischarten bis hin zu Raubfischen wie Barsch, Hecht und Zander.

Bredstedter Mühlenteich
Der Mühlenteich liegt zentral im Stadtgebiet von Bredstedt. An seiner tiefsten Stelle misst der Teich etwa 1,20 Meter. Die Untergrundbeschaffenheit ist sehr schlammig und macht das Grundangeln beschwerlich. Trotz seiner überschaubaren Größe beherbergt der Mühlenteich einen artenreichen Fischbestand. Hier kommen unter anderem Aal, Hecht, Karpfen, Schleien, Barsche, Brassen sowie zahlreiche Weißfischarten vor.

Große Wehle
Bei einer großen Sturmflut vor über 300 Jahren entstand die große Wehle, weil zwei alte Schleusen dem Druck der Wassermassen nicht standhielten. Bis zum Bau der neuen Deichlinie Ende der 80er Jahre war der Tidenhub der Nordsee auch hier noch spürbar. Heute ist die Wehle komplett mit einem Schilfgürtel umzogen, mit Lücken, in denen die Angler ihrem Hobby nachgehen können. Im südlichen Bereich öffnet sich die Wehle zur Arlau und hat damit einen direkten Zufluss zum Nachbargewässer.